Von Vorurteilen zur Norm: Lehren aus der Geschichte und die Gefahr des Wiederholens
Die Entstehung von Vorurteilen als Norm im Faschismus war ein gezielt orchestrierter Prozess, der eine Grundlage für systematische Ausgrenzung, Unterdrückung und letztlich Massenvernichtung schuf. In der NS-Zeit wurden bestimmte Menschengruppen – insbesondere Juden, Sinti und Roma , Homosexuelle , Menschen mit Behinderungen und politische Gegner – durch eine systematische Propaganda- und Indoktrinationskampagne als „gefährlich“, „minderwertig“ oder „unrein“ dargestellt. Diese Vorurteile wurden schrittweise zur gesellschaftlichen Norm, indem sie in Medien, Schulbüchern, Gesetzen (wie den Nürnberger Gesetzen) und im öffentlichen Diskurs verankert wurden. Wie Vorurteile zur Norm wurden Adolf Hitler und die NSDAP nutzten die wirtschaftliche und soziale Unsicherheit nach dem Ersten Weltkrieg, um den Hass gegen Minderheiten zu schüren. Sie machten diese Gruppen für die Misere verantwortlich und boten die vermeintliche „Reinheit der arischen Rasse“ als Lösung an. Über gezielte Propaganda, ...